Passkeys: Die nächste Generation von Passwörtern

In der aktuellen Welt der Cybersicherheit sind herkömmliche Passwörter einfach nicht mehr gut genug.

Dank der Kombination aus Public-Key-Kryptographie und biometrischer Authentifizierung bietet Passkeys eine Lösung. Jetzt müssen Sie sich keine Passwörter mehr merken und keine Sicherheitslücken befürchten.

Angesichts von mehr als 6 Milliarden eindeutigen Logins, Benutzernamen und Passwörtern, die im Dark Web verfügbar sind, und der Tatsache, dass die meisten Benutzer plattformübergreifend dieselben Passwörter verwenden, haben sich Passkeys als revolutionäre Lösung erwiesen. Kurz gesagt bietet sie eine sicherere und einfache Methode, damit Sie sich authentifizieren.

Die Passkey-Technologie bietet viele Vorteile, die sie zur besonderen Option machen.

Aber was sind Passkeys, und wie unterscheiden sie sich von Passwörtern?

Welche großen Unternehmen führen diesen Trend an und integrieren Passkey-Unterstützung für ihr Ökosystem?

In diesem Artikel erfahren Sie, was Passkeys sind, wie sie funktionieren und warum sie die Zukunft der Online Sicherheit sein werden.

Sind Sie bereit für einen Sprung in die Zukunft? Dann fangen wir an.

Was ist ein Passkey?

Einfach ausgedrückt, ist ein Passkey ein kryptografischer Schlüssel (oder „Key“ im Englischen), der Passwörter ersetzen soll.

Da alte Passwörter leicht gestohlen, gehackt oder sogar erraten werden können, funktionieren Passkeys auf einer ganz anderen Ebene, nämlich indem es öffentlich-private Schlüsselpaare authentifiziert.

Anders als ein Passwort kann ein Passkey nicht weitergegeben, gespeichert oder aufgeschrieben werden. Das befreit ein Passkey von den verschiedenen Arten von Angriffen, die üblicherweise auf passwortbasierte Systeme abzielen.

Wie funktionieren die Passkeys?

Wenn Sie ein Konto mit Passkeys erstellen, erstellt Ihr Gerät ein öffentlich-privates Schlüsselpaar.

Der öffentliche Key wird auf den Servern des Dienstes gespeichert, während der private Key sicher auf Ihrem Gerät gespeichert ist. Und zwar in speziellen Komponenten, die dafür entwickelt wurden, um Ihre sensiblen Daten aufzubewahren. Dazu gehören Secure Enclave auf Apple Geräten, Trusted Platform Module (TPM) auf Windows und Android und Samsung Knox für Galaxy Geräte. Diese Komponenten sind vom Hauptprozessor isoliert und dienen als Tresor, in dem selbst im Falle eines Malware Angriffs oder einer Sicherheitsverletzung die sensiblen Benutzerdaten sicher bleiben.

Passkeys funktionieren auch über verschiedene Geräte. Dank sicherer Ökosysteme werden die privaten Keys über alle Geräte hinweg synchronisiert, so dass die Authentifizierung auf jedem Gerät, auf dem ein Cloud Konto wie iCloud oder Google aktiv ist, einwandfrei funktioniert.

Bei der Anmeldung bittet der Dienst den Benutzer nicht um ein Passwort. Es verwendet ein Entsperrmechanismus des Geräts.

Das Gerät signiert die Herausforderung mit dem privaten Key und sendet sie über den öffentlichen Key an den Dienst zurück, damit sie überprüft wird. Der private Key ist auf eine bestimmte Domäne beschränkt.

Das Gerät erstellt für jeden Anmeldeversuch eine zeitbasierte Signatur, die kurz nach ihrer Erstellung abläuft. So wird dafür gesorgt, dass sie, selbst wenn sie abgefangen wird, nicht wiederverwendet oder ausgenutzt werden kann.

Dies geschieht direkt und sofort, und bietet eine sehr sichere und einfache Anmeldung.

Es ist, als hätten Sie einen super sicheren digitalen Türsteher für alle Ihre Konten.

Passkeys Vorteile

Passkeys bieten sowohl für Benutzer als auch für Entwickler ein neues Maß an Komfort und Sicherheit. Hier sehen Sie, wie sie einen Unterschied machen:

Vorteile für Benutzer:

• Schutz vor Phishing: Passkeys sind immun gegen Phishing. Sie funktionieren nicht auf gefälschten Websites und bieten so einen wirksamen Schutz vor Cyber-Bedrohungen.

• Nie wieder Ärger mit Passwörtern: Vergessen Sie es, sich an Passwörter zu erinnern. Mit Passkeys können Sie sich biometrisch anmelden, was die Benutzerfreundlichkeit auf eine neue Stufe hebt.

• Nahtloser Multi-Geräte-Zugriff: Dies erleichtert den Wechsel zwischen Geräten innerhalb desselben Ökosystems ohne Unterbrechungen.

• Private und sichere biometrische Daten: Die biometrischen Informationen verlassen das Gerät nicht und werden niemals an Dienstanbieter weitergegeben, so dass die sensiblen Daten sicher sind.

• Integrierte Multi-Faktor-Authentifizierung: Mit Passkeys kommen etwas, das Sie haben (ein Gerät) und etwas, das Sie sind (Biometrie), in einem Schritt zusammen und machen die Sicherheit wirklich stark.

Passkeys Nachteile

Passkeys haben aber auch ihre Schattenseiten: Die Akzeptanz ist begrenzt und noch nicht alle Dienste unterstützen sie.

Wenn sie nicht korrekt implementiert ist, kann die Wiederherstellung schwierig sein, wenn Sie alle verknüpften Geräte verlieren. Außerdem kann die Abhängigkeit von Ökosystemen wie iCloud und Google Password Manager Benutzer einschränken, die diese Plattformen nicht nutzen.

Und schließlich ist da noch die Lernkurve für die Benutzer, die mit dieser neuen Authentifizierungsmethode nicht vertraut sind.

Diese Nachteile sind jedoch nur vorübergehend, denn mit der Verbreitung von Paskeys wird deren Verwendung einfacher und universeller.

Passkey vs. Passwort

• Jeder Passkey ist von Natur aus stark – Sie brauchen sich keine Gedanken darüber zu machen, ob der Hauptschlüssel lang genug oder komplex genug ist.

• Ein Passkey kann nicht erraten werden – Da die Kryptographie mit öffentlich-privaten Keys arbeitet, werden keine persönlichen Daten oder leicht erratbare Informationen verwendet.

• Passkeys werden nicht auf Servern gespeichert – im Gegensatz zu Passwörtern werden Passkeys lokal gespeichert und niemals an die Websites weitergegeben, bei denen Sie sich anmelden.

• Unempfindlich gegen Phishing – WebAuthn stellt sicher, dass der private Key nur auf der korrekten, registrierten Domain authentisch ist, und selbst wenn Sie mit einer gefälschten Website interagieren, wird diese Ihre Anmeldedaten nicht erhalten.

• Einfache Erfahrung – Passkeys bieten einen bequemen, reibungslosen Anmeldeprozess, der die Benutzererfahrung erheblich verbessert.

Passkeys FAQs

Wie funktioniert ein Passkey?

Passkeys stellen eine innovative Art der Authentifizierung dar, die Passwörter ersetzen würde.

Die Public-Key-Kryptographie ermöglicht es Ihrem Gerät, ein Schlüsselpaar zu erzeugen, wobei der private Schlüssel an einem sicheren Ort aufbewahrt wird, während der öffentliche Schlüssel an den Dienst weitergegeben wird.

Wie bekomme ich einen Passkey?

Öffnen Sie einen beliebigen Online-Dienst oder eine App, die Passkeys unterstützt, und klicken Sie auf die Option zum Erstellen eines Passkeys. Folgen Sie einfach den Aufforderungen, die in der Regel eine biometrische Authentifizierung vorsehen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Passwort und einem Passkey?

Normale Passwörter werden vom Benutzer in einer Zeichenkette erstellt, Passkeys werden durch kryptografische Schlüssel erzeugt, die auf Ihrem Gerät sicher gespeichert werden. Im Vergleich zu Passwörtern sind Passwörter immun gegen Phishing oder Datenmissbrauch.

Können Passkeys gehackt werden?

Passkeys sind praktisch unhackbar. Der private Schlüssel verlässt nie Ihr Gerät und erfordert eine biometrische Authentifizierung, was sie völlig immun gegen Phishing und Sicherheitsverletzungen macht.

Was sind die Nachteile von Passkeys?

Zu den möglichen Nachteilen der Verwendung von Passkeys gehören die begrenzte Akzeptanz, der geräteabhängige Zugriff und die Schwierigkeit der Wiederherstellung, falls alle Geräte verloren gehen.

Was ist, wenn ich mein Telefon verliere?

Bei den meisten Plattformen, die dieses Feature anbieten, stehen Wiederherstellungsoptionen zur Verfügung, z. B. die Verwendung eines anderen, mit dem Konto verbundenen Geräts oder die Verwendung eines Wiederherstellungscodes. Es wird dringend empfohlen, Backup-Geräte einzurichten oder sogar eine alternative Wiederherstellungsmethode zu verwenden, um Zugriff auf Ihre verschiedenen Konten zu erhalten.

Kann ich trotzdem ein Passwort verwenden, wenn ich einen Passkey habe? Richtig, in den meisten Fällen können Sie Ihr Passwort auch nach der Einrichtung eines Passkeys noch verwenden. Die meisten Dienste, die Passkeys unterstützen, unterstützen aus Kompatibilitätsgründen und als alternative Form der Authentifizierung weiterhin Passwörter.

Quellen: passkeys.com/de und heise.de/ct

Unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) – Grundlagen kurz und knapp erklärt!

„Unterbrechungsfreie Stromversorgungen“ (USV) dienen der Daten- und Systemsicherheit. Hier erkläre ich kurz und knapp welche unterschiedlichen Arten von USVs es gibt, wie sie funktionieren und welche Vor- und Nachteile sie haben.

Neben regelmäßigen Backups ist es für die Datensicherung aber auch für die allgemeine Systemsicherheit sehr wichtig, dass bei möglichen Stromausfällen bzw. Spannungsstörungen die Server, Computer und andere Systeme möglichst fehlerfrei weiterlaufen. Bei Stomausfällen, sollten die Systeme zumindest noch die Zeit weiterlaufen, die notwendig ist sie kontrolliert herunterfahren zu können.

Genau dieses ist die Aufgabe von Unterbrechungsfreien Stromversorgungen. Die USW beugen somit in den allermeisten Fällen Systembestätigungen oder Datenverlust bei Stromausfällen bzw. Spannungsstörungen vor.

In diesem Artikel möchte ich die Grundlagen von USVs, die verschiedenen Arten und deren Funktionsweise kurz und knapp erklären.

Wieso sind USVs wichtig?

Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USVs) filtern die Netzspannung und schützen somit vor Spannungsspitzen und Spannungsunterbrüchen. Bei kompletten Stromausfällen können Sie aber über ihre Akkumulatoren (Akkus) die Versorgung der ihr angeschlossenen Geräte für eine gewisse Zeit aufrechterhalten. Diese Überbrückungszeit reicht in der Regel aus, um ein kontrolliertes Herunterfahren der Geräte durchzuführen und somit einen Datenverlust zu verhindern.

Kurz und knapp: USVs bieten einen Schutz bei:

  • Energienetz-/Stromausfällen
  • Spannungsverlust und Unterspannung im Energienetz
  • Netzüberspannungen im Energienetz
  • Schutz vor energiereichen Störimpulsen die durch das Energienetz übertragen werden

USVs stellen somit sicher:

  • Das kein Datenverlust auftritt!
  • Das keine Hardware-Schäden an den angeschlossenen Geräten auftreten
  • Teure, wichtige, unter Umständen lebenserhaltende Systeme (Krankenhäuser), bei Störung einer weiterlaufen

Wo werden USVs eingesetzt?

  • Server- und sonstige IT-Räume
  • Sicherheitssysteme (Alarmanlagen, Krankenhäuser)
  • Wichtige Computer (Workstation/PC)
  • Netzwerk-Infrastruktur (z.B. Firewall, Switches)

Arten von Unterbrechungsfreien Stromversorgungen USVs

Off-Line /Standby) USV

Off-Line USV sind die kostengünstigsten und einfachsten USV. Sie schützen nur gegen Stromausfälle und kurzzeitige Spannungsschwankungen. Im Normalbetrieb leitet die Off-Line USV den Strom durch die USV ohne eine Spannungswandlung an die angeschlossene Geräte weiter. Sobald Spannungsschwankungen oder Stromausfälle auftreten, schaltet die Off-Line USV automatisch auf Batteriebetrieb um. Die Umschaltung erfolgt innerhalb von ca. 2-10 ms.

Funktionsweise:

Die Off-Line USV bietet Schutz bei:

  • Stromausfällen
  • Spannungseinbrüchen und Spannungsabfällen
  • Spannungsstößen

Vorteile:

  • Sehr hoher Wirkungsgrad (kleine Energieverluste)
  • Kleine und kompakte Bauweise
  • Lange Akkulebensdauer
  • Niedrige Anschaffungskosten

Nachteile:

  • Relativ langsame Umschaltung (bis 10 ms). Einige Geräte vertragen das niicht gut (z.B. Netzwerk Switche)
  • Ausgangsspannung ist von der angeschlossenen Last abhängig
  • Ausgangsspannung trapezförmig (Nicht geeignet für empfindliche Geräte)
  • keine Filterwirkung gegen Frequenzänderungen
  • kein Inselbetrieb möglich (Starten ohne Netz)

2. Line-Interaktive (Hybrid) USV

Funktionsweise:

Die Line-Interaktive USV (line-interactive) wird auch als Off-line + AVR USV, Netzinteraktive-, Delta-Conversion- und Single-Conversion USV genannt. Sie stellt ein Mischverfahren zwischen Online- und Pffline USV Technik dar.

Bei diesem Typ werden die Akkus ständig über einen Gleichrichter geladen. Im Normal- und Störbetrieb passiert die Versorgungsspannung einen AVR (Automatic Volt Regulator) der für eine konstante Ausgangsspannung sorgt. Die Überwachung der Spannungsqualität wird ständig über einen Mikroprozessor überwacht. Treten Unregelmäßigkeiten auf, wird sofort auf Störbetrieb umgeschaltet und versorgt die angeschlossenen Geräte mit einer stabilisierten Spannung aus den Akkumulatoren. Im Gegensatz zur Offline USV bietet die Netzinteraktive USV eine stabilere und zudem sinusförmige Ausgangsspannung.

Bietet Schutz bei:

  • Stromausfällen
  • Spannungseinbrüchen / Spannungsabfällen
  • Spannungsstöße
  • Unter- und Überspannung

Vorteile:

  • Extrem kurze Umschaltzeit
  • Hoher Wirkungsgrad (ca. 98%) => geringe energieverluste
  • Hohe Filterleistung durch AVR
  • Gutes Preis-/ Leistungsverhältnis
  • Sinusförmige Ausgangsspannung

Nachteile:

  • Keine Filterwirkung gegen Frequenzveränderungen

3. On-Line / Online USV

On–line USVs werden auch als Dauerwandler-, Doppelwandler- (Double-Conversion) oder VFI „Voltage and Frequency Independent“ USV bezeichnet.

Funktionsweise:

Online USVs beliefern die angeschlossene Geräte permanent mit Spannung die aus den Akkumulatoren (Akkus) der USV generiert wird. Die Netzspannung dient lediglich dem Laden der Akkus. Dadurch das die eingehende Netzspannung permanent von Wechselstrom on Gleichstrom und wieder zurück zu Wechselstrom konvertiert wird (Dauerwandler), werden Störungen in der Netzspannung wie Frequenzänderungen, Unter- unter Überspannung, etv. vollständig eliminiert.

Die Spannung wird durch Umwandlung von Wechsel- zu Gleichstrom und wieder zurück vollkommen regeneriert. Die USV überwacht sich dabei ständig selbst. Sollte ein Fehler in der Funktionsweise der USV erkannt werden, wird sofort auf direkten Netzbetrieb umgeschaltet. Dies nennt man auch Bypass oder Umgehung.

Die On-Line bietet Schutz bei:

  • Stromausfall
  • Spannungseinbruch / Spannungsabfall
  • Spannungsstöße /Störspannungen
  • Unter- und Überspannung
  • Frequenzschwankungen
  • Schaltspitzen
  • Harmonische Oberwellen

Vorteile:

  • Gleichbleibende Spannungsqualität am Ausgang gewährleistet
  • Keine Umschaltzeit
  • Lange Autonomiezeit
  • Volle Filterweirkung

Nachteile:

  • Hohe Investitionskosten
  • Höherer Energieverbrauch (Wirkungsgrad nur ca. 90%)
  • Akku Lebensdauer zwischen 3-4 Jahren